KI und Kommunikation – Handelsblatt
Aktualisiert: 28. Sept.
Wir feilen minutenlang an KI-Prompts. Aber beim Mitarbeiter-Briefing?
Meine Kernaussage
Wir feilen minutenlang an Prompts und schicken der Kollegin dann drei Wörter und einen Anhang. Das ist kein KI-Problem, sondern ein Führungsproblem. Die KI hält uns dabei einen Spiegel vor: Wer ihr Kontext, Ziel und Rahmen vorenthält, bekommt eine schlechte Antwort. Und genau diese gnadenlose Rückkopplung kann uns zu besseren Kommunikatoren machen, wenn wir dem Menschen am Nebentisch dieselbe Sorgfalt gönnen wie der Maschine.
„Siehe Anhang. Bitte Zeitnah. Danke."
Genau das ist der Widerspruch, über den ich heute im Handelsblatt über KI und Kommunikation schreibe.
Jedes dritte deutsche Unternehmen nutzt bereits KI. Wir investieren Zeit, Geduld und Präzision in unsere Prompts – Kontext, Ziel, Rahmenbedingungen, Beispiele. Und dann schicken wir dem Menschen nebenan eine Nachricht, die mehr Fragen aufwirft als beantwortet.
Das ist kein KI-Problem. Das ist ein Führungsproblem.
Die Zahlen sind eindeutig: 71 % der Beschäftigten sind mit der Qualität der Informationen, die sie im Arbeitsalltag bekommen, unzufrieden. Zwei Drittel derer, die den Job wechseln wollen, nennen mangelhafte Kommunikation als Grund.
Meine These: KI wird unsere zwischenmenschliche Kommunikation verbessern – nicht trotz, sondern wegen ihrer gnadenlosen Feedback-Schleife. Schlechter Prompt, schlechter Output. Diese Logik gilt für Menschen genauso.
Lasst uns KI als "Trainingslager" für bessere Kommunikation nutzen!
Den ganzen Kommentar – mit drei konkreten Prinzipien für die Führungspraxis – gibt es hier im Handelsblatt.



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