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Mit KI besser kommunizieren? – WDR 5

Autorenbild: Prof. Dr. Ingo Hamm
Prof. Dr. Ingo Hamm
6. Mai
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Sept.

Logo der WDR-5-Sendung „Neugier genügt – Redezeit“ mit zwei Erdmännchen
KI und Kommunikation in WDR5 Neugier genügt

„KI ist ein Spiegel unserer Kommunikation" – Wirtschaftspsychologe Ingo Hamm über die Chance, durch Künstliche Intelligenz besser miteinander zu reden

Meine Kernaussage

KI ist kein Orakel und keine Superintelligenz, sondern ein Spiegel unserer Kommunikation: Sie hat aus menschlichen Texten gelernt und gibt zurück, was wir ihr geben. Wer unklar fragt, bekommt Unklares. Genau darin liegt die Chance, denn die Präzision, die uns die Maschine abverlangt, können wir ins Gespräch mit Kolleginnen, Chefs und Partnern mitnehmen. Ob die KI-Ära unser Miteinander-Reden verbessert oder weiter verarmen lässt, entscheiden nicht die Algorithmen, sondern wir.

„KI ist ein Spiegel unserer Kommunikation" – Wirtschaftspsychologe Ingo Hamm in "WDR5 Neugier genügt" über die Chance, durch Künstliche Intelligenz besser miteinander zu reden


Das Interview beginnt mit einer provokanten These: Wenn die KI nicht die gewünschte Antwort liefert, liegt das Problem meist nicht bei der Maschine, sondern beim Menschen. Der Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Ingo Hamm, Autor des Buches Abenteuer Kommunikation – Miteinander reden in der KI-Realität, entwickelt daraus eine überraschende Schlussfolgerung: Wer lernt, Künstliche Intelligenz gut zu bedienen, kann darin eine Schule der menschlichen Kommunikation entdecken. Das Gespräch bewegt sich von der technischen Eigenlogik des sogenannten Promptings hin zur zentralen gesellschaftlichen Frage, ob uns die Digitalisierung das Reden miteinander verlernen lässt – und ob ausgerechnet die KI uns dabei helfen kann, es wiederzuentdecken.


Hamm entfaltet seine Kernthese anhand eines treffenden Bildes: „Ich erlebe sehr oft Führungskräfte, die zehn Minuten lang an einem Prompt feilen – und dann klappen sie den Laptop-Deckel zu und geben der Mitarbeiterin in drei Worten eine dahingeworfene Mitteilung." Diese Diskrepanz zwischen dem Aufwand für die Maschine und der Knappheit gegenüber dem Menschen steht symptomatisch für einen umfassenderen Trend: Die zwischenmenschliche Kommunikation wird kürzer, digitaler, kontextloser. Zugleich betont Hamm, dass KI keine bedrohliche, mit Bewusstsein ausgestattete Superintelligenz ist, sondern „nichts anderes als der Spiegel unserer Jahrzehnte, vielleicht jahrhundertelanger Kommunikation" – ein Sprachmodell, das aus menschlichem Text gelernt hat.


Die Hauptbotschaft des Interviews ist so einfach wie weitreichend: KI zwingt uns zur Präzision. Wer ihr gegenüber nicht klar formuliert, bekommt keine brauchbare Antwort. Darin liegt eine Chance – sofern man bereit ist, diese Lektion auch auf das Gespräch mit dem Kollegen, der Chefin oder dem Partner zu übertragen. „KI ist zumindest ein Spiegel", sagt Hamm, und dieser Spiegel zeigt uns, wie unklar wir oft denken und sprechen. Die eigentliche Frage, die das Interview aufwirft, lautet damit: Nutzen wir die KI-Ära als Weckruf für eine Renaissance echter, kontextreicher menschlicher Kommunikation – oder verstärkt sie nur deren weiteren Verfall?

Das Interview beginnt mit einer provokanten These: Wenn die KI nicht die gewünschte Antwort liefert, liegt das Problem meist nicht bei der Maschine, sondern beim Menschen. Der Wirtschaftspsychologe Prof. Dr. Ingo Hamm, Autor des Buches Abenteuer Kommunikation – Miteinander reden in der KI-Realität, entwickelt daraus eine überraschende Schlussfolgerung: Wer lernt, Künstliche Intelligenz gut zu bedienen, kann darin eine Schule der menschlichen Kommunikation entdecken. Das Gespräch bewegt sich von der technischen Eigenlogik des sogenannten Promptings hin zur zentralen gesellschaftlichen Frage, ob uns die Digitalisierung das Reden miteinander verlernen lässt – und ob ausgerechnet die KI uns dabei helfen kann, es wiederzuentdecken.


Hamm entfaltet seine Kernthese anhand eines treffenden Bildes: „Ich erlebe sehr oft Führungskräfte, die zehn Minuten lang an einem Prompt feilen – und dann klappen sie den Laptop-Deckel zu und geben der Mitarbeiterin in drei Worten eine dahingeworfene Mitteilung." Diese Diskrepanz zwischen dem Aufwand für die Maschine und der Knappheit gegenüber dem Menschen steht symptomatisch für einen umfassenderen Trend: Die zwischenmenschliche Kommunikation wird kürzer, digitaler, kontextloser. Zugleich betont Hamm, dass KI keine bedrohliche, mit Bewusstsein ausgestattete Superintelligenz ist, sondern „nichts anderes als der Spiegel unserer Jahrzehnte, vielleicht jahrhundertelanger Kommunikation" – ein Sprachmodell, das aus menschlichem Text gelernt hat.


Die Hauptbotschaft des Interviews ist so einfach wie weitreichend: KI zwingt uns zur Präzision. Wer ihr gegenüber nicht klar formuliert, bekommt keine brauchbare Antwort. Darin liegt eine Chance – sofern man bereit ist, diese Lektion auch auf das Gespräch mit dem Kollegen, der Chefin oder dem Partner zu übertragen. „KI ist zumindest ein Spiegel", sagt Hamm, und dieser Spiegel zeigt uns, wie unklar wir oft denken und sprechen. Die eigentliche Frage, die das Interview aufwirft, lautet damit: Nutzen wir die KI-Ära als Weckruf für eine Renaissance echter, kontextreicher menschlicher Kommunikation – oder verstärkt sie nur deren weiteren Verfall?

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