Mindestens die Welt bewegen – Welt am Sonntag
Aktualisiert: 7. Okt.

In der Welt am Sonntag hat Dr. Inga Michler in Ihrem Artikel "Mindestens die Welt bewegen" meine Thesen zum "Unsinn mit dem Sinn" auf den Punkt gebracht...
Meine Kernaussage
Ein unklarer Purpose treibt kaum jemanden in die Kündigung, fehlende Anerkennung dagegen schon. Sinn lässt sich nicht von außen geben, weder vom CEO noch von der Marketingabteilung. Wer Leute halten will, sollte weniger über die Welt reden, die er bewegen möchte, und mehr über die Menschen, die täglich die Arbeit machen.
"Ein unklarer Purpose treibt kaum jemanden in die Kündigung, fehlende Anerkennung dagegen schon“
Viele Konzerne haben die Sinnkrise ihrer Belegschaft erkannt. Deshalb haben sie nicht selten Weltenretter-Mythen formulieren lassen, aber häufig setzt schnell die Desillusionierung ein.
Dabei haben weder die Psychologie in Jahrzehnten der Forschung noch die Philosophie in Jahrtausenden ihrer Existenz einen Sinn gefunden, der wirken würde – wenn er, wie der Purpose, von außen vorgegeben wird. Sinn kommt nicht vom CEO, vom Startup-Gründer, von der Marketing-Abteilung oder den Recruitern, sondern von jedem, der von seinem Job mehr erwartet als eine spannende Aufgabe, gutes Arbeitsklima, nette Kolleginnen und Kollegen und gute Bezahlung.
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